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Spendenaufruf

Mit diesem Text versuchen wir aktuell, Geldspenden für die Durchführung des Camps und der Aktionen in diesem Jahr einzuwerben. Wer dabei mithelfen will, kann ihn sich hier als PDF herunterladen und weiterverbreiten…

 

Spendenaufruf für das Büchel-Aktionscamp

Atomwaffen abschaffen – Modernisierung verhindern!“

Liebe MitstreiterInnen für eine atomwaffenfreie Welt,

auch dieses Jahr haben wir wieder Großes vor in Büchel im Zeichen des Widerstands gegen den atomaren Wahnsinn. Nach der erfolgreichen 24-stündigen Musikblockade im vergangenen Sommer wird es auch in diesem Jahr wieder ein Protestcamp an den Toren des Atomwaffenstandorts geben. In dem Zeitraum vom 2.8.-11.8.2014 sind Gruppen und einzelne Aktive dazu aufgerufen, selbstständig Protest- und/oder Widerstandsaktionen vor Ort zu planen und durchzuführen. Derzeit haben schon die FriedenreiterInnen sowie die AG Büchel vom Jugendnetzwerk für politische Aktion (JunepA) Aktionen angekündigt. Eine Gruppe der Lebenslaute wird auch Präsenz vor den Toren zeigen, ebenso wie die Großfigur DUNDU. Parallel zu dem Protestcamp wird die jährliche Fastenaktion des Internationalen Versöhnungsbundes stattfinden. Zusammen wollen wir Büchel auch in diesem Sommer zu einem Symbol des Widerstands gegen den atomaren Wahnsinn in Deutschland werden lassen! Die derzeitige Situation zeigt all zu deutlich die Dringlichkeit unseres Handelns, denn anstatt dem Koalitionsversprechen von 2009 nachzukommen, in dem die damalige Regierung versprach, sich für einen Abzug der US-Atomwaffen einzusetzen, stimmte die neue Bundesregierung der Modernisierung der Atombomben zu. Mit der Modernisierung der Atombombe B61 würde, was bisher als Relikt des Kalten Krieges galt, wieder erneuert, und sie würde eine neue weltweite Wettrüstungsspirale provozieren. Denn die „modernisierte“ B61-Atombombe soll durch satellitengestützte Fernlenksysteme präziser steuerbar und mit geringerer Sprengkraft ausgestattet werden, was ihren tatsächlichen Einsatz wahrscheinlicher macht.

Wir vertrauen nicht darauf, dass diese NATO/EU-Militarisierung den Gegner nur abschrecken soll, eigene Atomwaffen einzusetzen, und auch nicht darauf, dass mit dieser Abschreckungspolitik der „große Atomkrieg“ vermieden werden könne. Hier wird mit unser aller Leben gepokert!
Wenn wir in Büchel viele werden, können wir ein starkes Zeichen setzen für die Abschaffung der nuklearen Bedrohung!

Neben den diesjährigen Blockade-Aktionen sind auch für das Frühjahr 2015 bis zum Ende der Überprüfungskonferenz zum Atomwaffensperrvertrag (NPT) Aktionen Zivilen Ungehorsams geplant. Im Mai 2015 werden die Regierungen in New York über die Zukunft der Atomwaffen entscheiden, weshalb es wichtig ist, den Druck auf die Bundesregierung weiterhin aufrecht zu erhalten.

Unsere Strategie ist, mit dem Mittel des Zivilen Ungehorsams den Druck auf die PolitikerInnen zu erhöhen, da wir denken, dass Lobbyarbeit allein nicht reicht, um eine Veränderung durchzusetzen. Wir verfolgen damit das Ziel, die Fortsetzung der Stationierung von Atomwaffen in Büchel für die deutsche und die US-Regierung politisch untragbar zu machen.

Wenn wir es schaffen, die Atomwaffen-Modernisierung zu verhindern und den Abzug der US-Atombomben aus Deutschland zu erreichen, wird dieses Auswirkungen auf die anderen europäischen Länder mit der nuklearen NATO-Teilhabe haben. So hat z.B. auch Frankreich in der NATO gegen den Abzug der Atomwaffen aus Deutschland gestimmt, weil befürchtet wird, dass sich anschließend dann stärker gegen die dortige Modernisierung gewandt wird.

Es gibt keine öffentliche Akzeptanz für den Einsatz von Atomwaffen und für die Drohung mit ihrem Einsatz. Das darf sich auch nicht ändern!

Vorstellung der GAAA – Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen

Die GAAA gründete sich 1996 als eine Initiative, die zum Ziel hat, vor allem mit gewaltfreien Aktionen Zivilen Ungehorsams ein atomwaffenfreies Deutschland als einen Schritt zur atomwaffenfreien Welt zu erreichen. Sie ging aus der Atomteststopp- Kampagne hervor. Diese wiederum war eine von mehreren „Ablegern“ der Kampagne Ziviler Ungehorsam bis zur Abrüstung, die erfolgreich gegen die „Nachrüstungs“-Atomwaffen Pershing II und Cruise Missiles in den 1980ern agiert hatte. Nach zahlreichen Aktionen Zivilen Ungehorsams in den Vorjahren (z.B. Go-Ins und öffentlichen Aufrufen an die Soldaten, den Gehorsam zu verweigern) organisierte die GAAA im Jahr 2008 gemeinsam mit dem Trägerkreis der damaligen Kampagne unsere zukunft – atomwaffenfrei (das war die Vorgängerin der derzeitigen Kampagne atomwaffenfrei.jetzt) eine Großdemonstration und Konzertveranstaltung in Büchel und parallel dazu eine internationale Go-In Aktion. 2009 organisierten wir dann erstmalig mit dem regionalen Initiativkreis gegen Atomwaffen ein einmonatiges Aktionscamp mit gemeinsamen Go-In-Aktionen und 2013 erstmalig gemeinsam im großen Bündnis der Kampagne atomwaffenfrei.jetzt die 24-stündige Musikblockade. Die GAAA organisierte bis heute elf Entzäunungs- und Go-In-Aktionen, davon neun in Büchel und zwei an der US-Atomwaffeneinsatzzentrale EUCOM in Stuttgart. Wir begleiten die AktivistInnen in ihren/unseren gerichtlichen Verfahren, denn wir wollen auch auf dem Weg durch deutsche Gerichtsinstanzen versuchen, die Illegalität dieser Waffen gerichtlich feststellen und das Völkerrecht zur Anwendung kommen zu lassen. Zwar gab es schon 1996 ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs (IGH), in dem Atomwaffen für generell völkerrechtswidrig erkärt wurden – und dieses Gutachten hat uns in der Überzeugung bestärkt, eine Verpflichtung zum Widerstand gegen die Atomwaffenpolitik zu haben. Aber Völkerrechtsgutachten des IGH haben nur „empfehlenden Charakter“, und deutsche Gerichte halten sich in Sachen Atomwaffen bisher oftmals nicht an diese Empfehlung.

Wir informieren die Öffentlichkeit und die Friedensbewegung in Veranstaltungen und über unsere vier mal pro Jahr erscheinende Druckschrift „atomwaffenfrei“ über Atomwaffen in der BRD und weltweit und den Widerstand dagegen. Gemeinsam mit vielen VertreterInnen von Friedens- und Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO) beteiligte sich unsere internationale Koordinatorin an den Treffen zum Atomwaffen-Nichtverbreitungsvertrag (NVV, englisch: NPT) der Vereinten Nationen in New York.

Um unsere Vorhaben in Büchel 2014 verwirklichen zu können, sind wir auf Spenden angewiesen! Die GAAA versteht sich als eine bundesweite Initiative. Sie ist kein eingetragener Verein und hat daher keine Mitglieder. Wir beziehen unser Geld ausschließlich über Spenden und Zuschüsse. Aktionen des Zivilen Widerstands finden keine Unterstützung bei Stiftungen, deshalb sind wir umso dringlicher auf Ihre Spende angewiesen.

Weitere Informationen zu Camp, Aktionen und Hintergründen gibt es auf unserer Seite www.buechel-atomwaffenfrei.de

Bankverbindung: GAAA, Kontonummer 8019151200, BLZ 43060967, GLS Gemeinschaftsbank, IBAN: DE57 4306 0967 8019 1512 00, BIC: GENODEM1GLS

Wer eine Spendenbescheinigung haben möchte, nehme bitte vorher auf.